Schreibe mit uns Geschichte
Was einst auf dem Spielfeld als Rivalität begann, wurde 2002 zu einem gemeinsamen Weg: Mit der Gründung des SV Orsingen-Nenzingen rückten die beiden Vereine aus Orsingen und Nenzingen zusammen und wagten ein neues sportliches Abenteuer.
Aus zwei Vereinen wurde eine Gemeinschaft, aus sportlicher Konkurrenz ein gemeinsames Ziel. Tradition trifft Aufbruch, Orsingen trifft Nenzingen – und aus vielen Einzelnen wird ein Verein.
Seitdem steht der SV Orsingen-Nenzingen für mehr als Amateurfußball: für Zusammenhalt, Ehrenamt, Leidenschaft und die Überzeugung, dass man gemeinsam einfach mehr bewegen kann.
Wir feiern mit dir
25 Jahre SV Orsingen-Nenzingen
Ein Vierteljahrhundert nach der Fusion ist aus einer mutigen Idee längst Realität geworden. Aus zwei Vereinen wurde eine Gemeinschaft. Aus ehemaligen Rivalen wurden Mitspieler, Freunde und Weggefährten. Und aus zwei Sportplätzen wurde ein gemeinsamer Sportpark, der heute das Herz unseres Vereinslebens bildet.
Dabei ist eines über all die Jahre gleich geblieben: Der SVON lebt von den Menschen. Von Kindern, die hier ihre ersten Tore schießen. Von Spielerinnen und Spielern, die Woche für Woche auf dem Platz stehen. Von Trainern, Betreuern und Vorständen. Von Eltern und Fans. Von Sponsoren und Förderern. Und vor allem von den vielen Ehrenamtlichen, die anpacken, wenn Arbeit anfällt.
2027 feiern wir deshalb nicht nur eine Zahl.
Wir feiern 25 Jahre gemeinsames Anpacken. 25 Jahre Fußball. 25 Jahre Freundschaft. 25 Jahre SVON.
Und eigentlich feiern wir vor allem das, was vor 25 Jahren begonnen hat und heute längst selbstverständlich ist: Eine Gemeinde. Ein Verein. Eine Familie.
Mehr Informationen zum Jubiläum folgen schon bald!
Geschichte des
SV Orsingen-Nenzingen
2002 begann für den Fußball in Orsingen-Nenzingen ein neues Kapitel. Aus den beiden traditionsreichen Vereinen SV Orsingen und SV Nenzingen entstand der SV Orsingen-Nenzingen. Was zuvor über viele Jahre sportliche Rivalität geprägt hatte, wurde zu einem gemeinsamen Weg.
Dabei kam die Idee des Zusammenschlusses nicht aus dem Nichts: Schon seit den 1980er-Jahren arbeiteten beide Vereine in der Jugendarbeit erfolgreich zusammen. Viele gemeinsame Mannschaften, Meisterschaften und Aufstiege hatten gezeigt, was möglich ist, wenn man Kräfte bündelt. 2002 wurde daraus schließlich ein Verein.
Zusammen wachsen. Gemeinsam gewinnen.
Die ersten Jahre des SVON waren geprägt vom Zusammenfinden – sportlich, organisatorisch und menschlich. Aus zwei Vereinsidentitäten entwickelte sich Schritt für Schritt eine gemeinsame. Und auch sportlich setzte der neue Verein schnell Ausrufezeichen.
2007 gelang der ersten Mannschaft der Aufstieg in die Landesliga – der bis heute größte sportliche Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach zwei folgenden Abstiegen gelang 2011 der Wiederaufstieg in die Bezirksliga. 2013 krönte der Gewinn des SBFV-Bezirkspokals eine weitere erfolgreiche Phase.
Doch der SVON war schon immer mehr als seine erste Mannschaft. Seit der Gründung gelingt es dem Verein, durchgehend Jugendmannschaften in allen Altersklassen zu stellen. Viele Spieler, die heute das Trikot der Aktiven tragen, haben ihre ersten Schritte selbst beim SVON gemacht. Eigener Nachwuchs, kurze Wege und ein echtes Miteinander gehören bis heute zur DNA des Vereins.
2008/09 – Der Sportpark bekommt ein neues Zuhause
Ein weiterer Meilenstein folgte nur wenige Jahre nach der Fusion. 2008 fiel der Spatenstich für das neue Sportzentrum an der Gemarkungsgrenze zwischen Orsingen und Nenzingen. 2009 wurde der neue Sportpark feierlich eingeweiht.
Dafür gab der Verein ein Stück seiner Vergangenheit auf: Einer der beiden Orsinger Rasenplätze und das dortige Clubheim wurden aufgegeben. Gleichzeitig entstand mit dem neuen Sportpark eine gemeinsame Heimat für den gesamten Verein. Die bestehenden Plätze in Nenzingen wurden um einen weiteren Platz mit internationalen Standardmaßen ergänzt, das Clubheim erweitert und saniert.
Heute ist kaum noch wichtig, aus welchem Ortsteil jemand kommt. Der Sportpark hat aus Orsingen und Nenzingen endgültig ein gemeinsames Zuhause gemacht.
Mehr als Fußball
In den Jahren danach wurde der Sportpark Stück für Stück weiterentwickelt. Plätze, Infrastruktur und Clubheim wurden verbessert – getragen von unzähligen ehrenamtlichen Stunden.
Auch sportlich blieb der Verein in Bewegung. Neben den Erfolgen der Aktiven sorgten Jugendmannschaften sowie die Frauen- und Seniorenmannschaften immer wieder für Meisterschaften, Pokalsiege und besondere Momente. Die Ü35 feierte beispielsweise 2012 und 2013 den Bezirkspokalsieg und holte 2013 sogar den südbadischen Verbandspokal.
2021/22 gelang der ersten Mannschaft erneut die Meisterschaft in der Kreisliga A und damit die Rückkehr in die Bezirksliga. Seit der Saison 2022/23 spielt der SVON dort wieder dauerhaft.
Geschichte des
SV Orsingen
Der SV Orsingen wurde im Jahr 1949 unter dem damaligen ersten Vereinspräsidenten und Bürgermeister Ferdinand Stemmer gegründet. Ihm zur Seite stand Andreas Joos. Bei der Gründungsversammlung zählte der Verein 49 Mitglieder.
Vorgeschichte
Sport getrieben wurde in Orsingen schon in frühester Zeit. In den Vorkriegsjahren nahmen vor allem der bestehende Turnverein und der Radsportverein die sportlichen Interessen der Jugendlichen wahr. Auch Fußball wurde in Orsingen schon gespielt. Trotz mancher Bemühungen in den 30er Jahren kam es vor dem 2. Weltkrieg noch zu keiner Vereinsgründung. Erst in den Nachkriegsjahren konnte der Fußballsport auch in Orsingen Fuß fassen. Nach der Beseitigung der einiger Hürden mit der französischen Besatzungsmacht wurde am 20. August 1949 der Sportverein Orsingen gegründet.
Die ersten Jahre
Im Gewann „Hinter der Mühle“ fanden die Sportler ein Sportgelände. Jedoch stellte sich dieses Areal als nicht geeignet heraus und man zog schon ein Jahr später in den „Hechtgarten“ um, wo der Spielbetrieb in idealerem Maße weitergeführt werden konnte.
1961 übernahm Helmut Stemmer von Albert Joos (1954-1961) die Führung im Sportverein Orsingen. Seiner tatkräftigen Unterstützung und Förderung des Vereins war es zu verdanken, dass die Fußballer im Jahre 1966 in der „Breite“ eine bleibende Stätte fanden. Dort wurde im gleichen Jahr auch das erste Clubheim erstellt, welches in den Jahren 73/74 und 81 erweitert wurde. Vor 21 Jahren erhielt das Clubheim sein heutiges Aussehen.
In den Gründerjahren blieben die sportlichen Erfolge zunächst aus. Trotzdem gründete man auch eine 2. Mannschaft und eine A-Jugend, um den Nachwuchs zu sichern. 1954 errang die Jugendmannschaft mit ihrem Betreuer Bruno Schleinitz den Meistertitel. Als der Stamm dieser Jugendlichen in die 1. Mannschaft aufrückten, begann die erste erfolgreiche Zeit des SV Orsingen. 1963 wurde man Meister und stieg in die damalige B-Klasse auf. Beim Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft im Stockacher Osterholzstadion hatte man den als Favoriten gehandelten SV Menningen als Gegner. Am Ende behielt der SVO mit 6:1 die Oberhand.
In der B-Klasse konnte sich der Aufsteiger gut behaupten, nicht zuletzt aufgrund der guten Betreuung durch Bruno Schleinitz, der 1963 die sportliche Leitung des Teams übernahm. Ab 1969 übernahm Oskar Kamenzin die Mannschaft bis ins Jahr 1975. In der Ausschusssitzung am 01.03.70 beschloß die Vorstandschaft Brundo Schleinitz zum Ehrenmitglied zu ernennen. Leider kam es zu dieser Ehrung nicht mehr, da dieser nur wenige Tage danach plötzlich durch den Tod aus unserer Mitte gerissen wurde.
Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Zeiten bis zur Fusion
1967 gab es an der Vereinsspitze einige Veränderungen. So übernahm Alois Stemmer die Vereinsführung und Armin Zeiher wurde an seiner Stelle zum neuen Jugendleiter ernannt. Die Nachwuchsförderung stand in den folgenden Jahren im Vordergrund, welche sich in späteren Jahren dann auch auszahlen sollte, denn es konnten 5 Jugendmannschaften zu den Verbandsspielen angemeldet werden. 1980 konnte die Vorstandschaft mit Werner Rumpff aus Singen einen ehemaligen Bundesliga-Spieler als Trainer für sich gewinnen. Das war für den SVO ein Glücksfall, denn in kurzer Zeit formte er die jungen Kicker zu Spielerpersönlichkeiten. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Aufstieg in die Kreisliga B und ein Jahr später in die Bezirksliga Bodensee. Dies war wohl der größte Erfolg in der 50 jährigen Vereinsgeschichte.
1984 erfolgte in der Vorstandschaft ein Generationswechsel. Alois Stemmer blieb 1. Vorsitzender, sein Stellvertreter wurde Werner Engl. Als Kassier fungiert Jürgen Heim und als Schriftführer Horst Niestroj. Neuer Spielausschussvorsitzender wurde Markus Anselment, Jugendleiter Edwin Joos. 1985 übernahm Hansjörg Märkl aus Konstanz das Traineramt beim SVO. Mitte der 80er Jahre sahen sich die Vereine aus Orsingen und Nenzingen „gezwungen“ in der Jugendarbeit gemeinsame Sache zu machen, und so wurde hier eine sehr erfolgreiche Ära im Jugendsport mit vielen Titeln und Aufstiegen eingeläutet. Diese Spielgemeinschaft im Jugendbereich wirkte sich auch auf die Fusion der Vereine positiv aus. 1992 wurde die 1. Mannschaft des SVO zum Saisonende Vizemeister und konnte sich somit die Teilnahme an den Aufstiegspielen zur Landesliga sichern. Am Ende sah man sich nach Hin- und Rückspiel (2:2 und 1:2) im Hintertreffen und verfehlte demnach nur knapp den Aufstieg.
Erwähnt sei auch das erfolgreiche Abschneiden der 2. Mannschaft zum Ende der Verbandsrunde 94/95. Im vorletzten Spiel gewann die Elf gegen den heißen Titelaspiranten Sipllingen mit 2:3 Toren und wurde vorzeitig Meister der Kreisliga B, Bodensee Staffel 4. Dies wurde mit dem Aufstieg in die Kreisliga A belohnt.
Den sportlichen Tiefpunkt der ersten Mannschaft erreichte man wohl im Jahre 1998/99 als man nach jahrelanger Zugehörigkeit Abschied von der Bezirksliga Bodensee hinnehmen musste und in die Kreisliga A abstieg. In folgenden Jahren wurden die Jugendspieler, die aus der Spielgemeinschaft mit Nenzingen hervorkamen, näher an die erste Mannschaft herangeführt, jedoch blieb dem SVO der Wiederaufstieg bis zum Zusammenschluss der beiden Teilortvereine verwehrt.
Geschichte des
SV Nenzingen
Vorgeschichte
In Nenzingen spielte der Kampf um das Runde Leder aber lange vor Gründung der Sportvereinigung eine bedeutsame Rolle. In der schwierigen Nachkriegszeit nach dem ersten Weltkrieg setzten sich in Nenzingen junge Männer mit dem Vorhaben zusammen, eine Fußballmannschaft zu gründen. Ohne die nötigen Mittel war es allerdings unmöglich einen eigenständigen wie eingetragenen Verein zu schaffen, weswegen man sich als Unterabteilung des Turnvereins Nenzingen anschloss. Zu dieser Zeit war der Fußball in Nenzingen außer Konkurrenz. Man trat lediglich in Freundschaftsspielen an und trainierte aus Spaß am Sport auch ohne Wettkämpfe fleißig.
1929 änderten sich diese Gegebenheiten. Die Gründung einer „Deutschen-Jugend-Kraft“ (DJK) erfolgte und man spielte von nun ab mit zwei Mannschaften um Punkte und Tore. Mit Erfolg: 1931 wurde in einem Entscheidungsspiel in Sigmaringen die erste Meisterschaft in Nenzingen gefeiert. Trotz sportlicher Erfolge hatte die DJK, der auch eine Leichtathletik-Abteilung angeschlossen war, immense finanzielle Sorgen. In Zeiten der Weltwirtschaftskrise in Deutschland war kaum Geld für Freizeitaktivitäten übrig. Mit Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die DJK wenige Jahre nach ihrer Gründung wieder aufgelöst und nach einer kurzen Fortsetzung der Fußballgeschichte (wieder als Unterorganisation des TV Nenzingen) kam wenig später jeglicher Sportbetrieb vollkommen zum Erliegen. In der Folgezeit bis hin zur Neugründung der Sportvereinigung am 2. Juli 1946 erlosch das Vereinsleben wohl vollkommen.
Die ersten Jahre
Nach der Neugründung sollten der SV wieder besseren Zeiten gegenüber stehen. Drei Mannschaften konnten von Beginn an in den aktiven Spielbetrieb starten und bereits in der Spielzeit 48/49 konnte der erste Aufstieg von der damaligen Kreisklasse 1 in die Bezirksklasse errungen werden. Die ersten Jahre spielten die Kicker noch auf einem Pachtgrundstück des Grafen Douglas unterhalb der Metallwarenfabrik Stockach, doch schon bald sah man sich nach einer neuen und besseren Lösung um. So erhielt man an der Orsingerstraße ein Grundstück zur Unterbringung einer neuen Bleibe, die am 27. August 1950 im Rahmen eines Pokalturniers feierlich Eröffnet wurde und bis heute Herzstück des Vereins blieb. Wenig später erfolgte die Loslösung des TV Nenzingen und man war nun ein eigenständiger Fußballverein. Jahre nach Bau des Sportplatzes entstand der Grundriss eines ersten kleinen Clubhauses. In jahrelanger, großenteils Eigenleistung, entstand das damalige „Clubhäuschen“, dessen Bau man im Jahre 1960 weitestgehend abschloss.
1964 wurde der Waldsportplatz dann einer Grundsanierung unterzogen. Die Kicker zogen auf eine gepachtete Wiese auf die Zollbruck um und mussten bis 1967 warten, bis der neue Platz mit Stahlrohrumzäunung am 23. Juli mit der Begegnung des FC Radolfzell und des VfR Stockach vor über 2.500 Zuschauern eingeweiht wurde. Es entstand zudem der heutige Parkplatz und das Clubhaus wurde mit Strom und Wasser versorgt.
Die Zeit bis zur Fusion
1972 entstand dann der erste Entwurf eines neuen Clubheims. Bis zu Beginn der Bauarbeiten dauerte es weitere fünf Jahre und das neue, größere und luxuriösere Vereinsheim konnte 1979 eröffnet werden und ist der Grundriss des heutigen, nochmals erweiterten Vereinsheims. Ein Jahr später errichtete man den heutigen Trainingsplatz, der auch wenige Jahre später nochmals vergrößert wurde und bis heute Teil des Sportparks ist.
Größter sportlicher Erfolg der Folgezeit war der Aufstieg in die Bezirksklasse nach 44 Jahren in der Saison 1991/92. Vor über 800 Zuschauern entschied man die Partie gegen den FC Zizenhausen für seine Farben. Ansonsten weilte die Erste Mannschaft des SV überwiegend in der B-Klasse, der heutigen Kreisliga A.