SV Orsingen-Nenzingen – SC Pfullendorf II 2:4 (2:0)
Zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten boten sich den wenigen tapferen Zuschauern am Moschtfescht-Samstag im Sportpark. Die Gastgeber starteten schwungvoll in die Partie und konnten nach Ballgewinnen immer wieder gefährlich umschalten. Nach einer Viertelstunde wurde Klink an der Mittellinie gesucht, der schön auf Buhl durchsteckte – und dieser schob vor dem Torhüter eiskalt ein. Zehn Minuten später stand Klink nach einer Ecke glockenfrei und köpfte zum 2:0 ein. Von der jungen Pfullendorfer Mannschaft gab es in der ersten Halbzeit keinen einzigen Torabschluss.
Aus der Pause kam der Gast mit Wut im Bauch. Man merkte, dass sich die junge Mannschaft etwas vorgenommen hatte. Gerade die Einwechselspieler brachten viel Schwung und frischen Wind ins Offensivspiel der Gäste. Trotz des vielen Ballbesitzes der Pfullendorfer war es jedoch der SVON, der den Sack hätte zumachen müssen. Gästetorhüter Till Graf hatte viel Dusel und durfte tief durchatmen: Ein ungefährlicher Rückpass kullerte an den Außenpfosten, nachdem er den Ball mit dem Außenrist nicht stoppen konnte. Kurze Zeit später schickte Klink erneut Felix Buhl in die Tiefe. Frei vor dem Torhüter verließen ihn jedoch die Nerven, und er schoss knapp am Tor vorbei.
So war es der eingewechselte Oprea, der mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten ausglich. Sein erstes Tor fiel nach einem Eckstoß mit viel Gewusel im Sechzehner: Sein völlig missglückter Schuss schlug direkt im oberen Toreck ein. Kurz darauf traf er nach einem langen Ball genau in die linke untere Ecke zum Ausgleich.
Trotz des Doppelschlags hielt der SVON dagegen und kam erneut durch Buhl in den gegnerischen Sechzehner. Mit seinem ersten Kontakt legte er sich den Ball vor und kam bei höchstem Tempo im Zweikampf mit seinem Gegenspieler zu Fall. Ob der Kontakt innerhalb oder außerhalb des Strafraums war, wurde auf dem Sportgelände heiß diskutiert – Schiedsrichter Kadir Tutak ließ jedoch weiterspielen.
Als Torhüter Stemmer einen Weitschuss aus dem Winkel kratzte, warteten beide Mannschaften quasi auf den Schlusspfiff und eine gerechte Punkteteilung. Doch in der letzten regulären Spielminute traf erneut Oprea, der nach zwei abgeblockten Versuchen platziert in die linke Ecke schoss. Direkt nach dem Wiederanpfiff kam es zu einem harten Einsteigen des bereits verwarnten Torschützen gegen Torhüter Stemmer, das ohne weitere Karte blieb.
In der letzten Minute wurde ein Schuss von Daniel Stemmer abgefälscht, und es gab Eckstoß. Dieser wurde am ersten Pfosten geklärt und flog dem Gastgeber um die Ohren: Marco Müller war allein auf weiter Flur und schob zum 2:4-Endstand ins leere Tor ein.
Tore: F. Buhl, Klink