Historie des SV Orsingen

Allgemeine Vereinsgeschichte:

Der SV Orsingen wurde im Jahr 1949 unter dem damaligen ersten Vereinspräsidenten und Bürgermeisters Ferdinand Stemmer gegründet. Ihm zur Seite stand Andreas Joos. Bei der Gründungsversammlung zählte der Verein 49 Mitglieder.

Vorgeschichte des Vereins:

Sport getrieben wurde in Orsingen allerdings schon in frühester Zeit. In den Vorkriegsjahren nahmen vor allem der bestehende Turnverein und der Radsportverein die sportlichen Interessen der Jugendlichen wahr. Auch Fußball wurde in Orsingen schon gespielt. Trotz mancher Bemühungen in den 30er Jahren kam es vor dem 2. Weltkrieg noch zu keiner Vereinsgründung, erst danach konnte der Fußballspot auch in Orsingen Fuß fassen. Nach der Beseitigung der einiger Hürden mit der französischen Besatzungsmacht wurde am 20. August 1949 der Sportverein Orsingen gegründet. Im Gewann „Hinter der Mühle“ fanden die Sportler ein Sportgelände. Jedoch stellte sich dieses Areal als nicht geeignet heraus und man zog schon ein Jahr später in den „Hechtgarten“ um, wo der Spielbetrieb in idealerem Maße weitergeführt wurden konnte.

1961 übernahm Helmut Stemmer von Albert Joos (1954-1961) die Führung im Sportverein Orsingen. Seiner tatkräftigen Unterstützung und Förderung des Vereins war es zu verdanken, dass die Fußballer im Jahre 1966 in der „Breite“ eine bleibende Stätte fanden. Dort wurde im gleichen Jahr auch das erste Clubheim erstellt, welches in den Jahren 73/74 und 81 erweitert wurde. Vor 21 Jahren erhielt das Clubheim sein heutiges Aussehen.

In den Gründerjahren blieben die sportlichen Erfolge zunächst aus. Trotzdem gründete man auch eine 2. Mannschaft und eine A-Jugend, um den Nachwuchs zu sichern. 1954 errang die Jugendmannschaft mit ihrem Betreuer Bruno Schleinitz den Meistertitel. Als der Stamm dieser Jugendlichen in die 1. Mannschaft aufrückten, begann die erste erfolgreiche Zeit des SV Orsingen. 1963 wurde man Meister und stieg in die damalige B-Klasse auf. Beim Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft im Stockacher Osterholzstadion hatte man den als Favoriten gehandelten SV Menningen als Gegner. Am Ende behielt der SVO mit 6:1 die Oberhand.

In der B-Klasse konnte sich der Aufsteiger gut behaupten, nicht zuletzt aufgrund der guten Betreuung durch Bruno Schleinitz, der 1963 die sportliche Leitung des Teams übernahm. Ab 1969 übernahm Oskar Kamenzin die Mannschaft bis ins Jahr 1975. In der Ausschußsitzung am 01.03.70 beschloß die Vorstandschaft Brundo Schleinitz zum Ehrenmitglied zu ernennen. Leider kam es zu dieser Ehrung nicht mehr, da dieser nur wenige Tage danach plötzlich durch den Tod aus unserer Mitte gerissen wurde.

1967 wurde die erste C-Jugend des Vereins gegründet, die von Willi Stemmer trainiert und betreut wurde. Auch an der Vereinsspitze wurden einige Veränderungen vollzogen, so übernahm Alois Stemmer die Vereinsführung und Armin Zeiher wurde an seiner Stelle zum neuen Jugendleiter ernannt. Die Nachwuchsförderung stand in den folgenden Jahren im Vordergrund, welche sich in späteren Jahren dann auch auszahlen sollte, denn es konnten 5 Jugendmannschaften zu den Verbandsspielen angemeldet werden. Trainer waren hierbei: A. Zeiher, B. Ruddies, P. Zimmermann, G. Torreiter und W. Anselment. 1973 wurde Anton Trunz 2. Vorsitzender des SVO. 1980 konnte die Vorstandschaft Werner Rumpff aus Singen, einen ehemaligen Bundesliga-Spieler, als Trainer für sich gewinnen. Das war für den SVO ein Glücksfall, denn in kurzer Zeit formte er die jungen Kicker zu Spielerpersönlichkeiten. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Aufstieg in die Kreisliga B und ein Jahr später in die Bezirksliga Bodensee. Die war wohl der größte Erfolg in der 50 jährigen Vereinsgeschichte.

1984 erfolgte in der Vorstandschaft ein Generationswechsel. Alois Stemmer blieb 1. Vorsitzender, sein Stellvertreter wurde Werner Engl. Als Kassier fungiert Jürgen Heim und als Schriftführer Horst Niestroj. Neuer Spielausschußvorsitzender wird Markus Anselment, Jugendleiter Edwin Joos. 1985 übernahm Hansjörg Märkl aus Konstanz das Traineramt beim SVO. Mitte der 80er Jahre sahen sich die Vereine aus Orsingen und Nenzingen „gezwungen“ in der Jugendarbeit gemeinsame Sache zu machen, und so wurde hier eine sehr erfolgreiche Ära im Jugendsport mit vielen Titeln und Aufstiegen eingeläutet. Diese Spielgemeinschaft im Jugendbereich hat bis heute Bestand und wirkte sich auch auf die diesjährige Fusion der Vereine sehr positiv aus. 1992 wurde die 1. Mannschaft des SVO zum Saisonende Vizemeister und konnte sich somit die Teilnahme an den Aufstiegspielen zur Landesliga sichern. Am Ende sah man sich nach Hin- und Rückspiel (2:2 und 1:2) im Hintertreffen und verfehlte demnach nur knapp den Aufstieg.
Erwähnt sei auch das erfolgreiche Abschneiden der 2. Mannschaft zum Ende der Verbandsrunde 94/95. Im vorletzten Spiel gewann die Elf gegen den heißen Titelaspiranten Sipllingen mit 2:3 Toren und wurde vorzeitig Meister der Kreisliga B, Bodensee Staffel 4. Dies wurde mit dem Aufstieg in die Kreisliga A belohnt.

Den sportlichen Tiefpunkt der ersten Mannschaft erreichte man wohl im Jahre 1998/99 als man nach jahrelanger Zugehörigkeit Abschied von der Bezirksliga Bodensee nehmen musste und in die Kreisliga A abstieg. In folgenden Jahren wurden die Jugendspieler, die aus der Spielgemeinschaft mit Nenzingen hervorkamen, näher an die erste Mannschaft herangeführt, jedoch blieb dem SVO der Wiederaufstieg bis zum Zusammenschluss der beiden Teilortvereine verwehrt.