Historie des SV Nenzingen

Allgemeine Vereinsgeschichte:

Der Sportverein Nenzingen e.V. wurde im Juli des Jahres 1946 gegründet. Genauer führte Gründungsvorstand Gustav Bold die konstituierende Versammlung am 2. Juli desselben Jahres durch. Die damaligen Gründungsmitglieder strebten eine Vereinigung an, indem es den Bürgern möglich sein sollte, alle zu dieser Zeit erlaubten Sportarten auszuüben und unter der Sportvereinigung Nenzingen zusammenzufassen.

Vorgeschichte des Vereins:

In Nenzingen spielte der Kampf um das Runde Leder aber lange vor Gründung der Sportvereinigung eine bedeutsame Rolle. In der schwierigen Nachkriegszeit nach dem ersten Weltkrieg setzten sich in Nenzingen junge Männer mit dem Vorhaben zusammen eine Fußballmannschaft zu gründen. Ohne die nötigen Mittel war es allerdings unmöglich einen eigenständigen, wie eingetragenen Verein zu schaffen, weswegen man sich als Unterabteilung des Turnvereins Nenzingen anschloss. Zu dieser Zeit war der Fußball in Nenzingen außer Konkurrenz. Man trat lediglich in Freundschaftsspielen an und trainierte aus Spaß am Sport auch ohne Wettkämpfe fleißig.

1929 änderten sich diese Gegebenheiten. Die Gründung einer „Deutschen-Jugend-Kraft“ (DJK) erfolgte und man spielte von nun ab mit zwei Mannschaften um Punkte und Tore. Mit Erfolg: 1931 wurde in einem Entscheidungsspiel in Sigmaringen die erste Meisterschaft in Nenzingen gefeiert. Trotz sportlicher Erfolge hatte die DJK, der auch eine Leichtathletik-Abteilung angeschlossen war, immense finanzielle Sorgen. In Zeiten der Weltwirtschaftskrise in Deutschland war kaum Geld für Freizeitaktivitäten übrig. Mit Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die DJK wenige Jahre nach ihrer Gründung wieder aufgelöst und nach einer kurzen Fortsetzung der Fußballgeschichte (wieder als Unterorganisation des TV Nenzingen) kam wenig später jeglicher Sportbetrieb vollkommen zum Erliegen.In der Folgezeit bis hin zur Neugründung der Sportvereinigung am 2. Juli 1946 erlosch das Vereinsleben wohl vollkommen.

Nach der Neugründung sollten der SV wieder besseren Zeiten gegenüber stehen. Drei Mannschaften konnten von Beginn an in den aktiven Spielbetrieb starten und bereits in der Spielzeit 48/49 konnte der erste Aufstieg von der damaligen Kreisklasse 1 in die Bezirksklasse errungen werden. Die ersten Jahre spielten die Kicker noch auf einem Pachtgrundstück des Grafen Douglas unterhalb der Metallwarenfabrik Stockach, doch schon bald sah man sich nach einer neuen und besseren Lösung um. So erhielt man an der Orsingerstraße ein Grundstück zur Unterbringung einer neuen Bleibe, die am 27. August 1950 im Rahmen eines Pokalturniers feierlich Eröffnet wurde und bis heute Herzstück des Vereins blieb. Wenig später erfolgte die Loslösung des TV Nenzingen und man war nun ein eigenständiger Fußballverein. Jahre nach Bau des Sportplatzes entstand der Grundriss eines ersten kleinen Clubhauses. In jahrelanger, großenteils Eigenleistung, entstand das damalige „Clubhäuschen“, dessen Bau man im Jahre 1960 weitgehendst abschloss.

1964 wurde der Waldsportplatz dann einer Grundsanierung unterzogen. Die Kicker zogen auf eine gepachtete Wiese auf die Zollbruck um und mussten bis 1967 warten, bis der neue Platz mit Stahlrohrumzäunung am 23. Juli mit der Begegnung des FC Radolfzell und des VfR Stockach vor über 2500 Zuschauern eingeweiht wurde. Es entstand zudem der heutige Parkplatz und das Clubhaus wurde mit Strom und Wasser versorgt.

1972 entstand dann der erste Entwurf eines neuen Clubheims. Bis zu Beginn der Bauarbeiten dauerte es weitere fünf Jahre und das neue, größere und luxuriösere Vereinsheim konnte 1979 eröffnet werden und ist der Grundriss des heutigen nochmals erweiterten Vereinsheims. Ein Jahr später errichtete man den heutigen Trainingsplatz, der auch wenige Jahre später nochmals vergrößert wurde und bis heute Teil des Sportparks ist.

Größter sportlicher Erfolg der Folgezeit war der Aufstieg in die Bezirksklasse nach 44 Jahren in der Saison 1991/92. Vor über 800 Zuschauern entschied man die Partie gegen den FC Zizenhausen für seine Farben. Ansonsten weilte die Erste Mannschaft des SV überwiegend in der B-Klasse, der heutigen Kreisliga A.