BZL: Ende der Durststrecke

Trainer Ralph Schweizer hofft, dass das 5:0 seines SV Orsingen-Nenzingen in der Bezirksliga gegen die SG Illmensee/Heiligenberg keine Eintagsfliege war.

Fußball, Bezirksliga: Ralph Schweizer, der Trainer des SV Orsingen-Nenzingen, hatte sich im Vorfeld des vergangenen Spieltages von seiner kriselnden Mannschaft endlich ein Zeichen im Abstiegskampf gewünscht. Dass dieses dann dermaßen deutlich ausfallen würde, hätte er aber wohl selbst nicht gedacht. Mit 5:0 watschte der zu diesem Zeitpunkt Tabellenvorletzte im Kellerduell das Liga-Schlusslicht SG Illmensee/Heiligenberg ab. „Ich hoffe, das war jetzt endlich der Durchbruch“, sagt Schweizer. „Es war ein gutes Spiel von uns und genau die Reaktion, die ich mir erhofft hatte.“

Die lange Durststrecke, die auch den Trainer einiges an Nerven gekostet hat, soll nun endlich der Vergangenheit angehören. „Es wäre wichtig, dass das jetzt keine Eintagsfliege war“, bestätigt Schweizer. „Wir dürfen den Kontakt zum hinteren Mittelfeld nicht zu groß werden lassen.“ Denn die Punktausbeute in den vergangenen Wochen lässt zu wünschen übrig. „Sechs Niederlagen in Folge zermürben einen mit der Zeit einfach“, gesteht Schweizer. „Vor allem, wenn du in vielen Spielen nicht die schlechtere Mannschaft bist, aber trotzdem knapp verlierst – da hadern dann die Spieler, und natürlich hadert man auch als Trainer.“

An Beispielen dafür mangelt es dem SVON-Coach nicht. „In unserem Spiel gegen Denkingen in der vergangenen Woche fliegt ein Freistoß an Mann und Maus vorbei und kullert dann regelrecht ins Netz. Wie sagt man so schön: Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu“, meint Schweizer mit einer Prise Galgenhumor. Den Knackpunkt, der den guten Saisonstart ins Wanken brachte, glaubt der Trainer zu kennen. „Die Partie gegen Anadolu Radolfzell, die wir trotz 3:1-Führung in Überzahl noch verloren haben, hat auf jeden Fall Spuren hinterlassen“, ist er sich sicher. Ihn beeindruckt jedoch die trotz des Negativlaufs stets gute Moral seines Teams. „Die Mannschaft ist intakt und auch die Stimmung war immer gut“, betont Schweizer. „Man hat gemerkt, dass die Jungs sich herausarbeiten wollten.“

Der erste Schritt ist nun geschafft, weitere sollen folgen. „Wir wollen den Schwung ins nächste Spiel mitnehmen, um dann mit einem positiven Gefühl überwintern zu können“, sagt Schweizer. Er weiß jedoch, dass es sich beim kommenden Gegner um kein Leichtgewicht handelt: „In Öhningen zu spielen, ist immer schwer, die Trauben hängen dort recht hoch. Aber wenn wir mutig und couragiert auftreten, ist vielleicht etwas für uns drin.“

Der Trainer hält in dieser erneut sehr ausgeglichenen Bezirksliga-Saison überhaupt nichts für ausgeschlossen. „Die Liga ist wieder mal verrückt und liefert andauernd kuriose Ergebnisse“, findet Ralph Schweizer. „Beispielsweise hat auch Illmensee/Heiligenberg, die wir jetzt mehr als deutlich geschlagen haben, in der vergangenen Woche einen Punkt gegen Öhningen geholt. Also ist für uns alles möglich.“

Quelle: suedkurier.de

BZL: Wichtiger Dreier im Kellerduell

SV Orsingen-Nenzingen – SG Illmensee/Heiligenberg: 5:0 (3:0)

Ganze sechs Niederlagen infolge musste unsere Erste Mannschaft hinnehmen, bevor im ersten Rückrundenspiel der Saison 2017/18 die SG Heiligenberg-Illmensee im Sportpark zu Gast war. An den Aufsteiger aus der Kreisliga A hatte die Mannschaft um Trainerduo Schweizer/Straub jedoch noch gute Erinnerungen – zum Saisonauftakt gewann man souverän und in der Höhe verdient mit 5:0.

Im Kellerduell der Bezirksliga Letzter (Heiligenberg-Illmensee) gegen Vorletzter (SV ON) begann die Heimelf mit mehr Schwung und war von Beginn an die gefährlichere Elf. Trisner hatte die erste sehr gute Gelegenheit, doch sein Schuss strich knapp am gegnerischen Tor vorbei. Van Odijk zögerte wenige Augenblicke später ein wenig zu lang, wodurch er im letzten Augenblick erfolgreich gestört werden konnte. Einen Freistoß von Knobelspies nach Foul am agilen van Odijk zog Knobelspies direkt aufs Tor, scheiterte aber am gegnerischen Schlussmann Frirdich. Nach einer Viertelstunde scheiterte auch Trisner am Torhüter der Gegner, bevor Kapitän Riedmüller nach 26 Minuten endlich die Führung für den SV ON erzielen konnte. Sein Freistoß aus zentraler Position flog zum viel umjubelten 1:0 in den Torwinkel. Auf der gegenüberliegenden Seite hatte die SG Heiligenberg-Illmensee kaum Tormöglichkeiten. Die wenigen guten Ansätze wurden zu all dem auch zu unpräzise ausgespielt, oder die an diesem Tag gut gestaffelte ON-Defensive stand parat. So waren Grabert per Kopf und Torhüter Matthias Stemmer mit gutem Stellungsspiel zweimal vor den einschussbereiten Gästestürmern zur Stelle. In der Folge der ersten Halbzeit ergaben sich so immer weiter gute Abschlüsse für den SV ON, die noch vor dem Pausentee Goalgetter Trisner zweimal zum Torerfolg nutzen konnte. Nach Vorarbeit von Probst und Schneider erzielte der ON-Stürmer zunächst das 2:0 (34.) und wenige Minuten später nach Eckstoß von van Odijk und Verlängerung von abermals Schneider das 3:0 (45.).

Nach dem Seitenwechsel merkte man beiden Mannschaften an, dass die Partie eigentlich entschieden war. Der Gast war nicht in der Lage, wirklich Torgefahr vor dem Tor des SV ON zu erzeugen und unsere Mannschaft spielte nicht mehr mit der letzten Konsequenz in der Offensive. So plätscherte das Spiel ein wenig vor sich hin, bis Stehle eine Viertelstunde vor Schluss erneut per Freistoß auf 4:0 stellte. In der letzten Minute war es dann letztlich erneut Trisner, der einen schön vorgetragenen Konter über die eingewechselten Kreiser und Durner mit seinem dritten Tor an diesem Tag belohnte und den 5:0-Endstand besorgte.

Letztlich stand für unser Team ein ungefährdeter und in der Höhe verdienter 5:0-Sieg, der einerseits wichtige Punkte im Abstiegskampf bedeutet, anderseits aber auch Selbstvertrauen für das schwere Spiel in Öhningen am kommenden Samstag geben sollte.

Tore: 1:0 (26.) Riedmüller, 2:0 (34.) Trisner, 3:0 (45.) Trisner, 4:0 (76.) Stehle, 5:0 (87.) Trisner. – SR: Gumz (Rielasingen-Worblingen). – Z: 90.

Kox für Riedmüller (66.), Stemmer für Probst (70.), Kreiser und Durner für Schneider und Knobelspies (77.).