Ü-40: AH unterliegt FC Überlingen

FC Überlingen – SV Orsingen-Nenzingen 3:0 (2:0)

Nachdem unser Team im letzten Jahr nach einem sensationellen Elfer-Krimi gegen den FC Überlingen ins Finale der Ü-40-Verbandsmeisterschaft einziehen konnte, droht nun in dieser Saison das Vorrundenaus.

Da die beiden Spiele gegen den SC Markdorf ausgefallen sind wird der Gruppensieger und Halbfinalist zwischen dem FC Überlingen und unserer Mannschaft ermittelt.

Die Vorzeichen vor der entscheidenden Begegnung waren alles andere als gut, denn mit Löffler, von Briel, Schroff, Renner, Niestroj, Muffler und Metzger standen einige Spieler nicht zur Verfügung. So reiste unsere AH mit gerade mal 11 Mann nach Hödingen, um gegen den favorisierten FC zu bestehen. Dieser übernahm nach kurzem Abstasten bald die Initiative. Zwar versuchte unsere Defensive den Gegner vom Tor fernzuhalten, doch leichte Fehler im Spielaufbau sowie Unkonzentriertheiten aller Beteiligten ermöglichten es den Gastgebern immer wieder gefährlich vor dem SV-Tor aufzutauchen. Da auch die Abseitsfalle nicht immer zuschnappte waren die Treffer zum 2:0 Halbzeitstand der besten FC-Spieler Barlecaij und Herder nur die logische Konsequenz, zumal es unser Team aus o.a. Gründen viel zu selten schaffte, gelegentlich gefährlich vor das Tor der Gastgeber zu kommen oder zumindest für Entlastung zu sorgen.

Nach dem Wechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Zwar konnte unser Team nun wechseln da mit mit Renner und Kerber zwei weitere Spieler dazukamen, doch letztlich waren diese Möglichkeiten durch Verletzungen bald wieder erschöpft. Unser Team wehrte sich nach Kräften gegen eine hohe Niederlage und ließ letztlich nur noch einen Treffer aus abseitsverdächtiger Position zu. Man kann unserer Mannschaft mangelnden Einsatz bestimmt nicht vorwerfen, aber nach vorne passierte weiterhin nicht viel, durch immer noch viel zu viele leichte Ballverluste konnte kein Druck aufgebaut werden. Der Ehrentreffer wäre allenfalls durch einen klaren Handelfmeter möglich gewesen, den der gut leitende Schiedsrichter aber wegen versperrter Sicht nicht geben konnte. Auch der Umstand, dass die Gastgeber nach einem Platzverweis in Unterzahl agierten, änderte nichts mehr am Ergebnis.

Für ein den Statuten entsprechendes Rückspiel hat unser Team also eine schwere Hypothek mitzuschleppen, sofern dieses wegen der kommenden Ferienzeit sowie der mäßigen personellen Situation überhaupt noch rechtzeitg stattfinden kann.

Alois Stemmer veröffentlicht Buch über SV Orsingen

Der Autor gibt in dem Buch Einblicke über die historische und gesellschaftliche Entwicklung der 70-er Jahre. Der Sportverein Nenzingen sowie der spätere gemeinsame Werdegang der Sportvereine werden ebenso dargestellt

Orsingen-Nenzingen – Wer Alois Stemmer kennt, weiß um seine tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat. Dazu gehören für ihn in gleichem Maß Architektur, Kirche, Politik, Vereine und Sport. Alle Aspekte hat er in seinem neuen Buch „Sportverein Orsingen – im Wandel der Zeit“ vereint. In sein Werk flossen viele Fakten ein, aber auch jede Menge persönliche Erfahrungen. Zudem macht eine reiche Bebilderung das Lesen des Buchs nicht nur für Orsinger zum Vergnügen. Zwar lautet der Titel „Sportverein Orsingen“, doch nehmen auch der Sportverein Nenzingen und die weitere gemeinsame Entwicklung im Sportverein Orsingen-Nenzingen Platz ein.

Der Autor räumt ein, dass dieses Buch wesentlich aufwändiger zu schreiben gewesen sei, als das Buch zur Orsinger Kirchengeschichte. Das habe vor allem an der Suche und der späteren Beschriftung der Bilder gelegen. „Ich habe das Buch geschrieben, damit die Geschichte und Leistungen des SV Orsingen in mehr als fünfzig Jahren nicht völlig in Vergessenheit geraten“, erklärt Alois Stemmer. Darin wurde er bestätigt, denn es war für ihn bereits jetzt oft schwierig, die Namen und Funktionen der abgebildeten Personen herauszubekommen.

Doch das Buch ist weit mehr als eine Chronik für sportbegeisterte Orsinger. Es ist eine lebendige Beschreibung der geschichtlichen Abläufe eines Vereins und gibt anschauliche Einblicke in die gesellschaftliche Entwicklung der vergangenen 70 Jahre. Von den 48 Gründungsmitgliedern des Jahres 1949 leben noch Helmut und German Stemmer, Gerhard und Elmar Fritschi sowie Günther Hins. Sie waren für Alois Stemmer ebenso wichtige Quellen wie Albert Joos, der inzwischen verstorben ist, und das Schriftführerbuch des Sportvereins. Dazu kommt das Bildarchiv des Vereins sowie Bilder aus seinem privaten Archiv und Bilder von Wolfgang Anselment.

Alois Stemmer war ab 1972 selbst 20 Jahre lang Vorsitzender. Seine persönliche Verbundenheit mit dem Verein ist beim Lesen zu spüren. So steht die sportliche Entwicklung des Vereins gleichberechtigt neben den baulichen und gesellschaftlichen Aktivitäten. Immer war das Vereinsleben von großem ehrenamtlichen Engagement getragen. So kamen beispielsweise 9200 Arbeitsstunden beim Bau des Clubheims zusammen, das nun zum Camping- und Freizeitpark gehört. Die Weiterentwicklung von zwei eigenständigen Vereinen zu einem gemeinsamen wurde durch die gute Zusammenarbeit im Jugendbereich schon vorbereitet. Dazu kam die Unterstützung durch die Gemeinde beim Ausbau des gemeinsamen Sportparks zwischen den beiden Ortsteilen.

Dass der Sportverein nicht nur die sportlichen Erfolge im Blick hat, sondern auch viel Teamgeist besitzt, kann man etwa an Fasnacht erleben. Hier sammeln seit 1974 die Mitglieder des Sportverein die Naturalien für das Narrenvesper am Schmotzigen Dunschtig. Sie nehmen auch an den Fasnachtsumzügen teil und haben selbst Fasnachtsbälle veranstaltet.

Zur Publikation

Der Buchautor ist Alois Stemmer, ehemaliger Vorsitzdender des SV Orsingen. An der Gestaltung arbeitete Hans-Peter Schuhmacher aus Radolfzell mit. Das gedruckte Buch mit 259 Seiten kostet 20 Euro. Davon erhält der Sportverein Orsingen-Nenzingen jeweils drei Euro für die Jugendarbeit. Es ist erhältlich bei Alois Stemmer, im Clubheim und beim Rathaus in Nenzingen. Das Werk bildet ein interessantes Stück Zeitgeschichte der Region ab weit über den sportlichen und örtlichen Aspekt hinaus. Die Ausgabe besticht vor allem durch sein umfangreiches Bildmaterial.

Quelle: suedkurier.de